Archiv für den Monat: Februar 2012

Radon-Gefahr – Karte und Analyse bringen Sicherheit – Meldung – Stiftung Warentest

Für den Fall, das die TV-Sendung verpasst wurde, sind hier weitere Informationen zum Thema Radon und Krebs.

Radon ist ein radioaktives Gas. Jährlich erkranken dadurch in Deutschland etwa 2 500 Menschen an Lungenkrebs. Radon entsteht bei natürlichen Zerfallsprozessen im Boden, ist also keine Folge von Umweltverschmutzung. Die Konzentrationen, in denen Radon aus dem Boden an die Oberfläche gelangen, schwanken in Deutschland je nach Region sehr stark. Ursache ist die unterschiedliche geologische Struktur der Böden. Die Umweltkarte zum Downloadzeigt, wo die Belastung in Deutschland eher niedrig ist und wo sich die Problemzonen befinden.

Teilweise hohe Belastung in Wohnhäusern

Radon-Gefahr Meldung

Dies schlichte Messge­rät, ein Passivdosimeter, verschafft Gewissheit über die Belastung.

Gefährlich wird Radon, wenn es in Wohnhäuser eindringt. Und das passiert: Radon gelangt durch kleinste Fugen und Ritzen in den Fundamenten in die Häuser und kann dort bedrohliche Konzentrationen erreichen. Bei radonhaltigem Untergrund, unzureichender Bauwerksabdichtung und beschränkter Lüftung erreicht die Konzentration in Wohnräumen – vor allem im Souterrain und im Erdgeschoss – leicht mehrere Hundert Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3), in Einzelfällen so­gar mehr als 1 000 Bq/m3. Betroffen sind tausende Häuser.

Erhöhtes Lungenkrebsrisiko

Die Wissenschaftler drücken ihre wichtigste Botschaft mit der Maßeinheit Becquerel aus. Ein Becquerel ist ein radioaktiver Zerfall pro Sekunde. Eine zusätzliche Belastung mit 100 Bec­querel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3) im Wohnraum erhöht das Lungenkrebsrisiko um mindestens zehn Prozent. Das bedeutet: Bei 1 000 Becquerel pro Kubikmeter steigt das Risiko um 100 Prozent, ist also mindestens doppelt so hoch.